Leben zwischen Grenzen und Träumen

12/11/2025
Am 11. November besuchte uns, die 10. Klassen, Dietmar Schultke, ein Zeitzeuge, der in der DDR aufgewachsen ist und uns von seinem bewegenden Lebensweg erzählte. Schon als junger Mann hatte er einen großen Traum: Er wollte seine Brieffreundin in den USA besuchen. Doch dieser Wunsch war in der DDR, einer Diktatur, die ihren Bürgern die Ausreise verbot, unerreichbar. In der Hoffnung, seinem Ziel irgendwie näherzukommen, wurde Dietmar Schultke Grenzsoldat an der innerdeutschen Grenze – und erlebte dort die Härte des Systems hautnah. Schließlich gelang ihm der Weg in den Westen und sein Traum ging tatsächlich in Erfüllung: Die Mauer fiel dann schneller als gedacht, Schultke brauchte keine zehn Jahre mehr, um in die USA zu reisen. Und sogar noch mehr: Er konnte in die USA reisen, arbeitete später sogar für die Vereinten Nationen und hielt Vorträge in Südkorea – einem Land, das ihn an die Teilung seiner eigenen Heimat erinnerte. Seine spannenden Erzählungen und persönlichen Eindrücke hinterließen bei unseren Schülerinnen und Schülern einen tiefen Eindruck. Viele nutzten die Gelegenheit, ihm Fragen zu stellen, und waren beeindruckt von seinem Mut, seiner Offenheit und seiner Botschaft: Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit.